ZNU-Standard Nachhaltiger Wirtschaften

Um den Wandel zum nachhaltigen Wirtschaften noch genauer dokumentieren zu können und die Unternehmen bei der Umstellung auf eine nachhaltige Wirtschaftsweise Schritt für Schritt zu begleiten, wurde 2013 der ZNU-Standard Nachhaltiger Wirtschaften entwickelt. Er ist deutschlandweit der einzige praxiserprobte und umgesetzte Standard für nachhaltiges Wirtschaften, der neben den drei Dimensionen Umwelt, Wirtschaft und Soziales auch die nachhaltige Unternehmensführung integriert und durch unabhängige Dritte zertifizierbar ist. Außerdem fördert und fordert die Zertifizierung die Entwicklung eines integrierten Managementsystems zum nachhaltigeren Wirtschaften. Neben dem ZNU selbst, haben auch die Partnerunternehmen und Nichtregierungsorganisationen an der Entwicklung des Standards mitgewirkt – 2018 wurde er außerdem komplett überarbeitet. Mittlerweile verfügen eine Vielzahl von Unternehmen über den ZNU-Standard, der jährlich extern überprüft wird. Auch Unternehmen außerhalb des ZNU-Partnernetzwerkes können sich zertifizieren lassen, Johnson & Johnson und der Naturkosmetikhersteller Laverana aus Hannover haben dies schon getan.

 

Ansprechpartner:in

Kesta Ludemann | Kesta.Ludemann@uni-wh.de | +49 2302 926-867

Jona Nelson | Jona.Nelson@uni-wh.de | +49 2302 926-545

Dr. Matthias Hauser | Matthias.Hauser@uni-wh.de | +49 2302 926-545

Quick-Check Nachhaltiger Wirtschaften

Welche Themen gehören zur Nachhaltigkeit? Wie sind meine eigenen Leistungen zu bewerten? Wie kann ich Beschäftigte und Zulieferbetriebe für Nachhaltigkeit sensibilisieren? Diese und weitere Fragen erreichen uns als ZNU ständig.

Um Ihnen eine Hilfestellung zu geben, hat das ZNU in Kooperation mit der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) den Quick-Check Nachhaltiger Wirtschaften entwickelt. Dieser soll Ihnen helfen Ihre eigenen Leistungen besser einschätzen zu können, den Status-Quo Ihrer Zulieferbetriebe abzufragen sowie Ihnen und Ihren Zulieferbetrieben individuelle Handlungsempfehlungen und Verbesserungsvorschläge mit auf den Weg geben.

Den Quick-Check Nachhaltiger Wirtschaften gibt es in zwei Versionen, die kürzere Version 1 soll Nutzer:innen zu den Themen der Nachhaltigkeit sensibilisieren. Sie besteht aus 12 Fragen und ist in ca. 5 Minuten zu beantworten. Die Version 2 ist ausführlicher und kann daher eine genauere Einschätzung Ihrer Nachhaltigkeitsleistungen liefern. Sie besteht aus 31 Fragen und dauert in der Beantwortung etwa 15 Minuten.

Ansprechpartner

Jona Nelson | Jona.Nelson@uni-wh.de | +49 2302 926-545

ZNU goes Zero

In diesem Jahr schreibt das ZNU mit seinem Partnernetzwerk ein neues Kapitel und gibt unternehmerischem Klimaschutz in Deutschland ein glaubwürdiges, wissenschaftlich abgesichertes Zuhause. Oder in einem Satz: ZNU goes Zero. Bis zum Jahr 2022 hat sich das Netzwerk zum Ziel gesetzt, an allen deutschen Standorten seiner Partner klimaneutral zu wirtschaften. Die Mitglieder haben sich verpflichtet, in einem schrittweisen Prozess Treibhaus-Emissionen (THG) nachweislich zu vermeiden, senken und zu kompensieren. Die Kompensation greift allerdings erst, wenn alle vorhandenen Energieeffizienzpotentiale ausgeschöpft sind: In diesem Fall werden unvermeidliche THG-Emissionen durch Klimakompensationsprojekte ausgeglichen.

 

Ansprechpartner

Leon Halfmann | Leon.Halfmann@uni-wh.de | +49 2302 926-545

Dr. Axel Kölle | Axel.Koelle@uni-wh.de | +49 2302 926-573

ZNU goes Circular

Die nachhaltige Gestaltung von Verpackungen ist ein zentrales Thema in der derzeitigen Nachhaltigkeitsdebatte und wird von Herstellern und Händlern als „besonders relevant“ angesehen (z.B. ZNU/LZ 2021). Zudem verlangt das Verpackungsgesetz Recyclingquoten für die verschiedenen Verpackungstypen mit dem Ziel, das Aufkommen von Verpackungsabfällen zu verringern bzw. deren Recycling zu verbessern. Mit der Initiative ZNU goes Circular unterstützt das ZNU seine Partnerunternehmen dabei, ihre Verpackungen maximal recyclingfähig zu gestalten und somit die Anforderungen des Verpackungsgesetzes zu erfüllen. Die wissenschaftlich fundierte Bewertungsmethode „Made for Recycling“ und das gleichnamige Gütesiegel von Interseroh bilden dafür die Grundlage.

Zunächst soll anhand von Verpackungsanalysen der Status Quo erfasst werden, um Handlungsempfehlungen für die Optimierung aufzeigen zu können. Außerdem werden relevante Stakeholder aktiv in den Optimierungsprozess eingebunden, um die Praxistauglichkeit der Verpackungen gewährleisten zu können. Erfolgreich optimierte Verpackungen können mit dem Siegel „Made for Recycling“ ausgezeichnet werden.

Neben der Optimierung der Recyclingfähigkeit der eigenen Verpackungen sollen die teilnehmenden Unternehmen Projekte zur Müllbeseitigung finanziell unterstützen.

 

Ansprechpartner

Leon Halfmann | Leon.Halfmann@uni-wh.de | +49 2302 926-545

Dr. Axel Kölle | Axel.Koelle@uni-wh.de | +49 2302 926-573

ZNU-Zukunftskonferenz

Seit 2009 lädt das ZNU – Zentrum für Nachhaltige Unternehmensführung jährlich Entscheiderinnen und Entscheider der FMCG-Branche zur ZNU-Zukunftskonferenz ein. Topvertreterinnen und -vertreter von Hersteller und Handelsseite informieren und diskutieren die aktuellen Herausforderungen der Nachhaltigkeitsbranche. In branchenspezifischen Workshops tauschen sich die Teilnehmenden über Trends, Herausforderungen und den Ausblick in die Zukunft aus.

 

Ansprechpartnerin

Alicia Seifer | Alicia.Seifer@uni-wh.de | +49 2302 926-556

ZNU-Weiterbildung

Wir begeistern Menschen für nachhaltig erfolgreiches Wirtschaften und befähigen sie, den nachhaltigen Wandel in ihrem Unternehmen von innen heraus zu gestalten und zu führen. Seit 2009 haben wir über 300 Fach- und Führungskräfte aus Industrie und Handel rund um das Thema Nachhaltigkeit weitergebildet.

 

Ansprechpartnerin

Mirjam Rübbelke-Alo | Mirjam.Ruebbelke-Alo@uni-wh.de | +49 2302 926-545

ZNU-Nachhaltigkeitsmanager:innen

Sustainable Leadership Training

ZNU-Online-Sessions

Forschung & Lehre

Das ZNU der Universität Witten/Herdecke ist ein anwendungsorientiertes Forschungsinstitut. Der Schwerpunkt liegt auf der praktikablen Messung von Nachhaltigkeit auf Unternehmens- und Produktebene. Die Gründer des ZNU beschäftigen sich seit mehr als zehn Jahren theoretisch und praktisch mit der Evaluation dynamischer Lernprozesse zum „Nachhaltiger Wirtschaften“. Der ökonomische Kern der Forschung wird dabei gezielt interdisziplinär ergänzt.

Als Initiative von Wissenschaft und Wirtschaft bieten wir themen- und anwendungsorientierte Lehre, die die Unternehmenspersönlichkeiten systematisch einbinden können. Hierzu wird einmal pro Semester die Vorlesung „Nachhaltigkeit auf Unternehmens- und Produktebene“ angeboten.

 

Ansprechpartner:in

Dr. Ulrike Eberle | Ulrike.Eberle@uni-wh.de | +49 2302 926-545

Dr. Christian Geßner | Christian.Gessner@uni-wh.de | +49 2302 926-581

Ausgewählte Publikationen

2022

2021

2020

2019

2018

Erfahren Sie mehr über die Forschungsprojekte

BioVal - Biodiversity Valuing & Valuation

Nachhaltigkeitsclusterung von Gewürzen

Nachhaltigkeitsbewertung: SDG-Evaluation of Products - SEP

Berchtesgadener Land

GIZ Kompass – Self Check Nachhaltige Lieferkette für KMU

Handabdruck

ILoNa - Innovative Logistik für Nachhaltige Lebensstile

Fleisch der Zukunft: Nachhaltige Proteinversorgung in Deutschland (Vorphase)

Lebensmittelabfalldaten für mehr Nachhaltigkeit in der Ernährungsbranche (LeDaNa) – Leitfaden zum Umgang mit Lebensmittelverlusten in der Lebensmittelindustrie

Effizienz Cluster Logistik Ruhr - Verbundprojekt CoReLo: Integriertes Corporate Social Responsibility-Management in Logistiknetzwerken

Leitfäden & Studien

Gemeinschaftsstudie: Nachhaltigkeit in der FMCG-Branche 2021

NGO-Leitfaden des ZNU | Konfrontation, Kooperation, Transformation

Branchenleitfaden: Nachhaltigkeit in der Tiefkühlwirtschaft - im Auftrag des dti

BDSI Leitfaden

Nachhaltigkeit in der FMCG-Branche 2015

Beratung fjol

Aufgrund der Gemeinnützigkeit der Universität ist die fjol GmbH 2011 als Spin-off aus dem ZNU–Zentrum für Nachhaltige Unternehmensführung der Privaten Universität Witten/Herdecke hervorgegangen, um individuelle Beratung für Unternehmen anbieten zu können.

fjol hat das Ziel, Organisationen mit Hilfe des Ansatzes „Nachhaltiger Wirtschaften“ in Entwicklung und Umsetzung von mittel- bis langfristigen Strategien zu unterstützen und den dynamischen Lernprozess "Nachhaltigkeit im Unternehmen" zu fördern.